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Marco Uschmann

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1

Dienstag, 26. Juli 2011, 09:06

Erwählung aus Liebe (5Mose 7,6-12)

6 Denn du bist ein heiliges Volk dem HERRN, deinem Gott. Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.
7 Nicht hat euch der HERR angenommen und euch erwählt, weil ihr größer wäret als alle Völker - denn du bist das kleinste unter allen Völkern -,
8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte, den er euren Vätern geschworen hat. Darum hat er euch herausgeführt mit mächtiger Hand und hat dich erlöst von der Knechtschaft, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.
9 So sollst du nun wissen, dass der HERR, dein Gott, allein Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Barmherzigkeit bis ins tausendste Glied hält denen, die ihn lieben und seine Gebote halten,
10 und vergilt ins Angesicht denen, die ihn hassen, und bringt sie um und säumt nicht, zu vergelten ins Angesicht denen, die ihn hassen.
11 So halte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute gebiete, dass du danach tust.
Verheißung des göttlichen Segens
12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Marco Uschmann« (1. August 2011, 09:52)


Romir

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2

Dienstag, 26. Juli 2011, 17:33

Zitat

12 Und wenn ihr diese Rechte hört und sie haltet und danach tut, so wird der HERR, dein Gott, auch halten den Bund und die Barmherzigkeit, wie er deinen Vätern geschworen hat.


Na, da müssen die Kinder der "Väter" aber gewaltig dagegen durch die Jahrtausende verstoßen haben!

Die Geschehnisse der Judenverfolgungen sind, meines Erachtens, nicht die Verwirklichung eines "Bundes der Barmherzigkeit"!

Ein typisch manipulativer, die Macht der Priesterkaste festigen wollender Text.

Zitat

8 sondern weil er euch geliebt hat und damit er seinen Eid hielte


Nun, wenn so die Liebe eines auserwählenden Herrn - eines angeblich allwissenden - so wie den Juden passiert ist, ausschaut, ist die wohl ziemlich ergebnislos. ;(
Schönen Tag noch,
Romir

Romir

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3

Freitag, 29. Juli 2011, 06:07

Und so geht's bei Moses weiter:

Keine Antwort? Auch gut!

Und so geht der "private" Stammesgott-Sprech menschenverachtend und elite-formend weiter:

13 und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und Öl, die Früchte deiner Kühe und die Früchte deiner Schafe in dem Lande, das er deinen Vätern geschworen hat dir zu geben.

14 Gesegnet wirst du sein über alle Völker. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein noch unter deinem Vieh.

15 Der HERR wird von dir tun alle Krankheit und wird keine böse Seuche der Ägypter dir auflegen, die du erfahren hast, und wir sie allen deinen Hassern auflegen.

16 Du wirst alle Völker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir geben wird. Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Göttern nicht dienen; denn das würde dir ein Strick sein. (Josua 23.13)

17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volk ist mehr, denn ich bin; wie kann ich sie vertreiben? (4. Mose 13.31) (4. Mose 14.1-4)

18 so fürchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der HERR, dein Gott, Pharao und allen Ägyptern getan hat

19 durch große Versuchungen, die du mit Augen gesehen hast, und durch Zeichen und Wunder, durch mächtige Hand und ausgereckten Arm, womit dich der HERR, dein Gott, ausführte. Also wird der HERR, dein Gott, allen Völkern tun, vor denen du dich fürchtest. (5. Mose 4.34)

20 Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis umgebracht werde, was übrig ist und sich verbirgt vor dir. (2. Mose 23.28-30)

21 Laß dir nicht grauen vor ihnen; denn der HERR, dein Gott, ist unter dir, der große und schreckliche Gott.

22 Er, der HERR, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf daß sich nicht wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.

23 Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und wird sie mit großer Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge,

24 und wird dir ihre Könige in deine Hände geben, und du sollst ihren Namen umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie vertilgst.

25 Die Bilder ihrer Götter sollst du mit Feuer verbrennen, und sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das daran ist, oder es zu dir nehmen, daß du dich nicht darin verstrickst; denn solches ist dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.

26 Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, daß du nicht wie dasselbe verbannt werdest; sondern du sollst einen Ekel und Greuel daran haben, denn es ist verbannt. (Josua 7.11)


Fein, diese Vertilgerei, Ausrotterei, Vertreiberei, Völker Verzehrerei, Umbringerei, Erschlagerei etc. der nicht diesem Exklusivbündnis angehörigen Menschen!

Töterei im Namen Gottes wie auch schon bei 2.Mose 32, gleich nach der Übergabe des Gebots "Du sollst nicht töten":


25 Da nun Mose sah, daß das Volk zuchtlos geworden war (denn Aaron hatte sie zuchtlos gemacht, zum Geschwätz bei ihren Widersachern),

26 trat er an das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem HERRN angehört! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi.

27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Gürte ein jeglicher sein Schwert um seine Lenden und durchgehet hin und zurück von einem Tor zum andern das Lager, und erwürge ein jeglicher seinen Bruder, Freund und Nächsten.

28 Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte; und fielen des Tages vom Volk dreitausend Mann.


29 Da sprach Mose: Füllet heute eure Hände dem HERRN, ein jeglicher an seinem Sohn und Bruder, daß heute über euch der Segen gegeben werde. (2. Mose 28.41) (4. Mose 3.6-10) (5. Mose 33.8-11)


Ein Stammesgott, nicht nur für das Volk, sondern überhaupt nur für die "Kinder Levi" X(
Schönen Tag noch,
Romir

Ingrid Mohr

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4

Freitag, 29. Juli 2011, 23:00

Hallo Romir

Ich kann deine Empörung sehr gut nachvollziehen - ist mir auch schon des öfteren so gegangen.Aber es ist halt mal so: Du wirst in der Bibel viele verschiedene Gottesbilder finden - mindestens so viele wie es Stufen der Entwicklung des menschlichen Bewußtseins gibt.

Oder um es mit Worten des Johannes Duns Scotus aus dem 13 Jhdt zu sagen:" Was auch immer empfangen wird, wird in der Weise des Empfängers empfangen" (ähm, schrecklich diese "moderne" Theologie *gg*)

liebe Grüße

Ingrid
Sollte diese Welt tatsächlich einmal untergehen dann wohl nicht wegen der Bosheit der Bösen, sondern wegen der Feigheit der Guten

Romir

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5

Samstag, 30. Juli 2011, 08:59

Hallo Ingrid,

freilich hast Du Recht und das "Kommunikationstheorem" aus dem 13 Jhdt. beweist wieder: Nichts Neues unter der Sonne! SieheTheorem

Da der Link schon wieder zensurierend von der Forenleitung verändert wurde: In Google "Kommunikationstheorem" Rudolf hineinkopieren.

Das Problem ist aber ganz anders gelagert:

Jede menschliche Interpretation des "Deus absconditus" ist eine Unterstellung, im Bereich von naiv bis vermessen.

Und ist im Blickpunkt unsere modernen Theologie (siehe Prof. Körtner in seiner Fakultätspredigt!) bestenfalls geschichtlich interessant. Interessant im Sinne von "Dokumentierte Verirrungen". Dass viele dieser Gottesbilder freilich auch oft extrem manipulativen Zwecken dienten - und leider auch noch dienen, siehe z.B. die unterstellte "gottgewollte" Unfehlbarkeit des Papstes - machen diese Bilder noch suspekter.

Sie sind freilich ein direkter Verstoß - wenn wir das AT einbeziehen - gegen das Gebot "Du sollst dir kein Bild .... machen".
Der naive Interpretation, dass damit nur materielle Bilder gemeint sind, wird modern widersprochen; somit ist schon die Vorstellung Gottes und seiner Eigenschaften sowie die "Veröffentlichung" dieser ekklesiologisch "günstigen" Eigenschaften eine Handlung wider das Gebot. Ein Gebot, das in der Reformierten Kirche ja tatsächlich eingehalten wird.

Ich könnte unter Zuhilfenahme des Internets hier noch seitenlang schwafeln, kann ich mir mit einem Zitat aus dem Netz erparen:

Dazupassend gefunden am 2.12.2010 bei Gerhard Staguhn, Das Lachen Gottes: Veröffentlicht 1990, daraus auf Seite 58:
„.... Von der Unendlichkeit ergriffen zu sein bedeutet, auch im Glauben ständig voranzugehen, Grenzen zu überschreiten,
sich nicht einzunisten in einem starren Glaubenssystem und sich's darin wohl sein zu lassen, oder gar zurückzugehen zu den
heidnischen Glaubensformen des Okkulten und Magischen. Was wir glauben, muss mit dem im Einklang sein, was wir wissen.
Ansonsten verkommt der Glaube zum Aberglauben und zum Götzendienst.
...”

Und wenn wir nichts wissen können, wie über den prinzipiell unerkennbaren Gott?
"Wovon man nicht sprechen kann, darüber muss man schweigen." - Ludwig Wittgenstein, Tractatus logico-philosophicus, 7

Dort, wo nicht geschwiegen wird, liegt oft der Verdacht einer tatsächlichen "Sünde" nahe! Nämlich der "Sünde" gegen die (vererbte)gottgegebene Intelligenz mittels aggressiver Wahrheitsansprüche selbstzufriedener Gruppierungen durch die Jahrtausende!
Ob Gilgamesch-Epos, ob die apokalyptische, ziffernspielerische Offenbarung eines Johannes, über Wagners Ring, angeblich gerechtfertigter Judenverfolgung, bis zur angeblich gelungenen Urknallsimulation im LHC mit total von der Ersten Ursache entfernten Randbedingungen: Alles Wahrheitsunterstellungen zur Wichtigtuerei und/oder machtvollen Beeinflussung großer, nicht ausreichend gebildeter und/oder informierter Zuhörermassen mit u.U. nicht besonders hoher Intelligenz! Geldspendende, alles glaubende Melkkühe.
Wobei als völlig verwerflich dazukommt, dass politische Kuhmelker prinzipiell fremdes Geld weitergeben und zur Verarmung beitragen.

Nun, das unlösbare Grunddilemma von uns Laien: wir müss(t)en glauben, was andere angeblich wissen.
Die Fachleute haben Pech: Das Postulat des "Deus absconditus" ("Verborgener Gott") beinhaltet, dass es nichts zu erkennen gibt!
Woraus schlüssig folgt: Was Ekklesiologen gar nicht erkennen und wissen können, müssen/brauchen wir auch nicht zu glauben.
Auch wenn Biblizismen, Fundamentalismen, Evangelikalismen, Traditionalismen und Folklorismen uns zu "glauben" zwingen möchten.



Und:

Das Ahnbare als Kern der Gottesbeziehung, kein Wissen weit und breit. Denn:
"Du Gott! Bist nur Dir bekannt!" Nikolaus Graf von Zinzendorf, 1700-1760


Und:

Wie sagte unwidersprochen der evangelische Theologe Rudolf Bultmann? „Gott ist ganz anders!”

Apropos "Gott ist ganz anders!": Jesaja (55) tausende Jahre früher:
8 Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der HERR; 9 sondern soviel der Himmel höher ist denn die Erde, so sind auch meine Wege höher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.

Zitate Ende.

Das ganze Drama mit dem historisch literarischen Werk "Bibel" ist damit geoffenbart. Und mit den diversen fantasiebegabten auch neutest. Autoren; wie zB. dem apokalyptischen Johannes und seinen zahlenspielerischen Fantasien. Der letztendlich seine wichtigmacherischen Absurditäten dem Deus absconditus unterstellt. ;(

Wünsche trotz Wetter ein "Schönes Wochenende!"
Schönen Tag noch,
Romir

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Romir« (31. Juli 2011, 12:04)


Romir

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6

Sonntag, 31. Juli 2011, 08:39

Ein modernes. natürlich auch subjektives, Gottesbild

Wie oben schon erwähnt von Prof Körtner

Eine reale, konsequente Anwendung der Worte von Univ. Vorstand Prof. Ulrich Körtners; ca. 2009:

"Gott und Natur
[...]

So bemüht sich heutige Theologie darum, Gott stärker als Beziehungswesen und nicht als Substanzwesen zu denken.
Es besteht ein Konsens heutiger Theologie in einer relationalen Ontologie.
Noch weiter geht die von A.N. Whitehead und Ch. Hartshorne begründete Prozeßtheologie,
welche den Gottesbegriff von personalistischen Konnotationen ablöst."
Aus http://sciencev1.orf.at/science/koertner/4563
Schönen Tag noch,
Romir

Ingrid Mohr

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7

Sonntag, 31. Juli 2011, 19:09

hallo Romir



wenn ich eine Hitliste machen sollte mit den 3 am meisten missbrauchten Worten der Menschheitsgeschichte, Gott wäre mit Sicherheit eines davon (neben Liebe und Freiheit)



was würdest du also vorschlagen, gar nicht mehr über Gott reden?



kennst du übrigens das neue Buch von Marion und Werner Küstenmacher/TilmannHaberer: Gott 9.0

geht um die Evolution des Gottesbegriffes - phylogenetisch und ontogenetisch.
Sollte diese Welt tatsächlich einmal untergehen dann wohl nicht wegen der Bosheit der Bösen, sondern wegen der Feigheit der Guten

Romir

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Montag, 1. August 2011, 06:15

Hallo Ingrid,

natürlich ist es völlig legitim über wirkliche Gottes-Empfindungen und Gottes-Ahnungen zu sprechen!
Über eigene, und wenn es unbedingt sein muss, auch über ernstzunehmende Gruppenmeinungen aus den diversen Elfenbeintürmen.

Kardinal Schönborn in der Sonntagskrone 7.11.2010:
„Wir können uns Gott nicht vorstellen. Aber wir können an Ihn glauben und ahnen, dass Er da ist.”


"Ahnen" meint Kardinal Schönborn, also nicht "wissen" entgegen der sonst üblichen dogmatischen Verkündigungen!
Glauben "wollen" ist dienlich; ohne "wollen" keine Fähigkeit zur Gläubigkeit.

Einem Gott, den "Wir uns nicht vorstellen können" - also dem Deus Absconditus - Eigenschaften zu unterstellen, tötungsauffordernde Worte in den Mund zu legen und als "Hilfskraft" der Manipulation zu systematisieren, ist unter der modernen Theologie, aber auch in der Gedankenwelt der positiven Mystiker, absolut verwerflich.

Was selbstverständlich inkludiert, dass "Stammesgott"-Eigenschaften-unterstellende Texte des alten Testaments nur unter einer Bedingung wahr sein können: Das JHWH eben ein "privater" Stammesgott des "auserwählten Volkes" war und vielleicht noch ist. Literarische Tradition mit "Buh-Mann-Funktion" und nicht mehr.
Kopiere in Google hinein "Schreckgespenst Rudolf" und lese bitte auch weitere Abhandlungen der Gruppe 4 "Gottesvergewaltigung"!

Was die Forderung nach einer Bereinigung der Perikopenordnung durchaus berechtigt erscheinen lässt.
Dankenswerter Weise durchbrechen viele PfarrerInnen diese Lesungsvorschläge und/oder predigen dann ohnedies über etwas ganz anderes.

Liebe Ingrid: Du hast mit Deiner Frage die in meiner Signatur beinhaltete Absicht durchbrochen, werde sie daher für diesen Thread abändern. Aber dann ist Schluss.
Möge soviel alttestamentarischer Käse durchs Dorf gerollt werden, wie immer im AT beinhaltet ist ... X( Und unser neuzeitlicher Gottesbegriff durch den Wüstensand Ägyptens und das Sinai gezogen werden.
So lange die Forenleitung nicht aufhört, Links zu nicht Gewinn-orientierten, also werbefreien Seiten zu verändern und ihre Anklick-Verlinkung zu behindern, ist die Ethik gestört.
Verlinkungen zu einer Website, in der sogar offiziell Worte von Bischof Bünker, Kardinal Schönborn und Dr. Ines Knoll OHNE weitere Rückfragen einverständlich zitiert werden dürfen.

Apropos Wüstensand: Es gibt keinerlei historische Beweise über die Wanderung etc. Moses scheint eine literarische Figur zu sein, und sonst nichts!

Dazu aus dem Internet:
Israel Finkelstein (hebr. ‏ישראל פינקלשטיין‎; * 1949 in Petach Tikwa) ist Direktor des Archäologischen Instituts der Universität von Tel Aviv. Er hat als Gastprofessor in Chicago, Harvard und an der Sorbonne gelehrt. Er zählt zu den führenden Archäologen in Israel. Seit 1992 leitet er zusammen mit David Ussishkin die Ausgrabungen in Megiddo.

Das zusammen mit Neil A. Silberman herausgegebene Buch "Keine Posaunen vor Jericho. Die archäologische Wahrheit über die Bibel" stellt die Archäologie Palästinas in der Bronze- und Eisenzeit und Finkelsteins Schlussfolgerungen zur jüdische Geschichte des Altertums dar. Finkelsteins Theorie widerspricht in weiten Teilen der am Alten Testament orientierten Geschichtsschreibung. Das Buch schlägt eine neue Chronologie der Eisenzeit vor. Einige Untersuchungsergebnisse werden unter Landnahme Kanaans dargestellt. Andere Rätsel wie das Fehlen von Überresten einer Stadt Jerusalem für die Zeit der im AT geschilderten Könige David und Salomo bleiben ungelöst.

Quelle inkl. der Links: Wikipedia über Prof. Finkelstein, Homepage Prof. Finkelstein

Zusammengefasst (im Internet lesbar): Seines Erachtens gibt es keinen archäologischen Beleg für die biblische Geschichte der jüdischen Landnahme. Auch deutet nichts auf die Historizität der Großkönigreiche Davids und Salomons hin. Einen Exodus aus Ägypten wird es wohl niemals gegeben haben.
Und freilich auch keine Mithilfe JHWH's in den behaupteten verschiedenen wunderähnlichen Erscheinungsformen des Alten Testaments. Samt dessen Blutrünstigkeit?

Wenn nicht einmal der "legendäre" angebliche Exodus einer antiken Wirklichkeit entspricht, was stimmt dann noch überhaupt im AT?

Fazit: Kann ein Mensch mit Gott-geschenkter Intelligenz überhaupt noch ein Bibelchrist sein?
Schönen Tag noch,
Romir

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Romir« (1. August 2011, 06:47)


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